Nachtflüge mit Hängegleitern

LED-Lampen bei Nachtflügen


Auf dem bisherigen SHV-Infoblatt betreffend Nachtflüge mit Hängegleitern stand, dass man LED-Lampen nicht für die Beleuchtung bei Nachtflügen verwenden solle. Diese Empfehlung entstand vor vielen Jahren, da gewisse Nachtsichtgeräte von Helikopterpiloten LED-Lampen filterten. Da man mittlerweile kaum mehr Beleuchtungskörper ohne LED kaufen kann, meldete sich ein frisch brevetierter Gleitschirmpilot mit dieser Frage an den SHV.  Daraufhin besuchten der Sicherheits- und der Luftraumverantwortliche des SHV zusammen mit dem Hinweisgeber kürzlich eines Abends die Rega-Basis in Erstfeld, um mit aktuellen Beleuchtungskörpern zu testen, ob diese Empfehlung immer noch aktuell ist. Zusammen mit einem Piloten der Rega wurden Tests mit mit zahlreichen handelsüblichen Taschenlampen gemacht, wobei erfreulicherweise festgestellt werden konnte, dass sämtliche Geräte, egal ob mit weissen, roten oder grünen LED-Leuchtkörpern, ALLE problemlos mit dem Nachtsichtgerät, das alle Rega-Helikopter verwenden, erkannt werden konnten.  Zumindest also aus Sicht der Rega muss kein Vorbehalt mehr gemacht werden. Noch offen ist, ob auch die etwas anderen Nachtsichtgeräte der Luftwaffe und anderer Rettungshelikopter gleich reagieren. Dies wird in der nächsten Zeit dann auch noch abgeklärt. Bis dahin sollte man also, soweit überhaupt noch verfügbar, eher Beleuchtungskörper der alten Generation benützen.

Eine äusserst einfache und günstige Beleuchtungsart ist, zwei oder drei flache Militärtaschenlampen (Bild 6) aneinander zu binden und an einer ca. 2m langen Schnur, an einem der Hauptkarabiner befestigt, unter dem Piloten im Wind drehen zu lassen. Dies hat für den Helikopterpiloten dann den gleichen Effekt wie ein Strobe Light eines Flugzeugs. Ohne Beleuchtung Nachtflüge zu machen, ist nicht nur illegal, sondern auch höchst gefährlich!

Infoblatt Nachtflüge

Text: Chrigel Markoff
Bilder: Andreas Grob

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